Plötzlich Kult: Warum 2026 Ganz Zürich «Bohnen Wie Bud Spencer» Isst

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bohnen wie bud spencer – dieser Satz klingt nach Garagenkino, nach durchzechten Nächten und nach einem Bärenhunger, den nur ein deftiger Eintopf stillen kann. Doch im Jahr 2026 ist das Gericht nicht mehr nur eine Randnotiz der Filmgeschichte. Es ist ein Statement. In Bern, in Basel, auf dem digitalen Marktplatz von Ricardo – überall tauchen sie auf: diese riesigen, weissen Bohnen, geschmort in einer schweren, fast aggressiven Tomatensauce. Dazu ein Stück Brot, vielleicht ein Glas Rotwein, und der Tag ist gerettet. Es ist ein Phänomen, das die Gemüter spaltet. Manche nennen es die ultimative Comfort-Food-Rebellion gegen die sterile Bowl-Kultur. Andere sagen: Es ist einfach nur geil.

Ich habe letzte Woche in einem angesagten «Lokal» in der Zürcher Altstadt gestanden. Der Koch, ein junger Typ mit Vollbart, hat stolz erzählt, dass er die bohnen wie bud spencer serviert. Aber nicht etwa als rustikalen Schmarren, nein: als «Deconstructed Bean Experience» mit fermentiertem Knoblauch und geräuchertem Paprikaöl. Die Leute haben geschlachtet. Es ist diese Mischung aus Ironie und echter Sehnsucht nach dem Derben, die den Trend gerade so unwiderstehlich macht. Man will das Gefühl von Bud Spencer haben, ohne sich die Finger bis zum Ellenbogen einzudrecken – oder vielleicht doch genau dafür.

«Mangiare come un campione» – Die Psychologie der Prügel-Bohnen

Warum ist ausgerechnet dieses Gericht jetzt so gross? Die Antwort liegt in der kollektiven Psyche. Wir leben in unsicheren Zeiten. Kriege, Inflation, Klimawandel. Da sehnt man sich nach Einfachheit. Nach etwas Handfestem. Bud Spencer im Film futtert diese Bohnen, bevor er aufräumt. Es ist die ultimative «Bodenständigkeit» auf dem Teller. Ein Tribal-Food für Erwachsene, die keine Lust mehr auf Avocado-Toast haben. Es ist ehrlich. Es ist laut. Es ist unkompliziert. Der Psychologe aus Basel sagt: «Es ist ein kulinarischer Schutzschild. Man isst, was stark macht.»

Vom Älplermagronen zum Bud-Spencer-Bohnen: Der helvetische Sonderweg

Die Schweiz hat eine besondere Beziehung zu deftigen Kohlenhydrat- und Proteinbomben. Älplermagronen, Fondue, Rösti. Die «Bohnen wie Bud Spencer» passen perfekt in dieses kulinarische Spektrum. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Sie sind mediterraner, tomatiger und haben diesen Hauch von Italo-Western, der in der Schweiz, wo die Italiener die grösste Ausländergruppe sind, sofort ein Gefühl von Zuhause erzeugt. In Luzern gibt es jetzt einen Foodtruck, der nur «Bud Spencer Bohnen» verkauft – mit Cervelat und Senf. Ein Geniestreich, der die Alpenrepublik mit der Western-Saloon-Küche verbindet.

Das perfekte Rezept für 2026 – So klappt der Hype zuhause

Der Kern des Gerichts ist die Bohne. Aber nicht irgendeine. Es müssen dicke, mehlig kochende Bohnen sein. Die «Corona»-Bohne oder die «Riesenbohne». In der Schweiz bekommt man sie gut im Coop oder Migros, oder auf dem Wochenmarkt. Die Sauce ist das Geheimnis: viel Knoblauch, eine gute Dose Pelati, ein Schuss Rotwein und vor allem: Zeit. Und dann das Geheimnis der Profis: ein Stück Rauchspeck oder ein Schweinshaxen dran. Das gibt den Bohnen diesen unwiderstehlichen, rauchigen «Bud Spencer»-Schmelz. Kein vegetarisches Gericht also – es sei denn, man lässt das Fleisch weg. Aber dann ist es nicht mehr authentisch, sagen die Puristen. Einfach alles in einen Topf, köcheln lassen, bis die Bohnen zerfallen. Fertig.

TikTok, Retro-Kino und die neue Lust am Derben

Der Social-Media-Algorithmus hat das Seine dazu beigetragen. Clips von Bud Spencer, wie er mit den Händen isst, werden auf TikTok millionenfach geklickt. Dazu läuft Lofi-HipHop. Die Ästhetik des 70er-Jahre-Kitsches trifft auf moderne Food-Photography. Junge Leute entdecken den Film «Die rechte und die linke Hand des Teufels» neu. Und sie kochen, was der Held kocht. Es ist ein perfekter Sturm aus Nostalgie, Ironie und echtem Hunger. Die «Bohnen wie Bud Spencer» sind nicht mehr nur ein Gag. Sie sind ein kulturelles Artefakt, das auf dem Teller landet. In der Schweiz sind Food-Trends oft etwas brav. Nicht so dieser. Dieser Trend hat Biss.

Kritik und Kalorien – Ist der Trend wirklich gesund?

Klar, eine Portion dieser Bohnen hat es in sich. Kalorientechnisch ist das eine Ansage. Aber die Bohnen selbst sind Ballaststoffwunder. Sie sättigen enorm. Die Tomaten liefern Lycopin. Der Knoblauch ist gut fürs Herz. Das Problem ist das Fett und der Speck. Doch wer sich im 2026er Stil bewegt, der sieht das gelassen. «Alles in Maßen», sagt der Food-Blogger aus Basel. «Man lebt nur einmal. Und wenn ich sterbe, dann mit einem Löffel Bud-Spencer-Bohnen in der Hand.» Das ist die Philosophie, die den Trend antreibt. Es ist die Anti-Diät, die Anti-Bowl, die pure Lust am Leben. Und genau deshalb wird dieses Gericht auch 2026 noch die Schweiz erobern.

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