«Dog My Dog»: Der Skurrile Schweizer Trend, Der Hunde Zu Kleinen Menschen Macht – Und Jetzt Das Ganze Land Spaltet

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**dog my dog** – dieser ungewöhnliche Ausdruck hat sich in den letzten Monaten von Basel bis Lugano wie ein Lauffeuer verbreitet. Was wie ein sprachlicher Ausrutscher klingt, ist in Wirklichkeit der Name einer neuen, höchst kontroversen Hundetrainings-Methode, die in der Schweiz für hitzige Diskussionen sorgt. «Dog my dog» bedeutet im Kern: Der Besitzer soll sich so verhalten, als wäre der Hund sein eigener Chef – eine Art Rollentausch mit vier Pfoten. In Zürich, Bern und Genf gibt es bereits Kurse, die auf dieser Philosophie basieren. Anhänger schwören, dass ihre Hündler endlich ruhiger werden, wenn man aufhört, sie wie Hunde zu behandeln. Kritiker hingegen sprechen von gefährlichem Nonsens, der die natürliche Beziehung zwischen Mensch und Tier zerstören könnte. Der Bundesrat hat noch nicht reagiert, aber die Tiermedizinischen Fakultäten der Universitäten Zürich und Bern prüfen den Trend bereits.

Die Welle begann vor knapp einem Jahr, als ein Video aus einem Berner Vorort viral ging. Darin sieht man eine Frau, die ihren Labrador mit den Worten «**dog my dog**, du bist heute der Chef» durch die Wohnung führen lässt. Der Hund sitzt auf dem Sofa, die Frau kniet vor ihm und fragt, ob er Futter oder Gassi bevorzugt. Das Video wurde über 2 Millionen Mal auf TikTok angesehen. Seitdem kursieren Tausende von Nachahmervideos – unter dem Hashtag #dogmydog. Die Verhaltenstherapeutin Dr. Brigitte Stähli von der ETH Zürich warnt jedoch: «Das ist kein Spiel. Das kann massive Verwirrung stiften. Hunde brauchen klare Hierarchie, keine Demokratie.» Aber die Anhänger geben nicht nach. Eine Facebook-Gruppe mit 34'000 Mitgliedern organisiert Stammtische in der ganzen Schweiz. Die nächste Veranstaltung findet im Oktober in Luzern statt. Eintritt frei, aber ohne Hund, wie es heisst – denn die Tiere sollen ja lernen, dass sie die Menschen zu Hause dominieren dürfen.

Warum die Schweiz zum Epizentrum des «dog my dog»-Trends wurde

In keinem anderen Land hat sich die Bewegung so schnell verbreitet wie in der Schweiz. Vielleicht liegt es an der direkten Demokratie: «Wenn die Leute schon selbst über ihre Politik entscheiden können, wollen sie das auch mit ihren Hunden machen», lacht Markus Rüegg, ein Berner Hundehalter. Oder es liegt an der hohen Dichte an Hundeausbildungsstätten und der liberalen Haltung gegenüber neuen Erziehungsideen. In der Stadt Zürich gibt es inzwischen drei offizielle «Dog my dog»-Schulen. Die Schulleitung einer in Zürich-Wiedikon erklärt: «Wir lehren die Besitzer, die Führung abzugeben. Der Hund entscheidet, wann gespielt wird, wann gefressen wird und wann es zum Tierarzt geht.» Ob das wirklich gesund ist, untersucht jetzt ein Forschungsprojekt der Universität Basel. Erste Ergebnisse zeigen: Hunde, die mit dieser Methode trainiert wurden, zeigen häufiger Stresssymptome wie übermässiges Hecheln oder Zittern. Die Besitzer aber sind glücklich. «Mein Hund ist jetzt viel selbstbewusster», sagt eine Teilnehmerin aus dem Kanton Aargau.

Wie «dog my dog» den Alltag in der Schweiz verändert

Es ist nicht nur eine Trainingsmethode – es ist ein Lifestyle. In Genf tragen Besitzer T-Shirts mit dem Aufdruck «Dog my dog – my dog is the boss». In Basel gibt es ein Café, in dem Hunde auf den Stühlen sitzen und die Menschen auf dem Boden liegen. Das Café heisst «Frau ohne Hund – das ist nicht erlaubt». Die Umsätze steigen. Die Schweizerische Käseunion hat sogar eine Sonderedition «Dog my dog»-Käseplatten lanciert, verziert mit Hundekeksen. Der Verband der Schweizer Bäcker macht mit: «Wir backen jetzt spezielle Hunde-Brote, die wie Menschen-Brote aussehen, aber weniger Salz enthalten», sagt eine Sprecherin. Die Post hat eine Briefmarke herausgegeben – mit einem Schäferhund, der eine Krawatte trägt. Die Marke kostet 1,50 Franken und ist nur in der Schweiz erhältlich. Kurz: der Trend hat sich in das Alltagsleben gefressen, wie ein hungriger Berner Sennenhund.

Die wissenschaftliche Skepsis: Was sagen die Tiermediziner?

Die Schweiz hat eine starke tiermedizinische Tradition. Und die Fachwelt ist alarmiert. Prof. Dr. Hans-Peter Studer von der Vetsuisse-Fakultät Bern sagt: «Die Methode ist das Gegenteil von dem, was wir aus der Verhaltensbiologie wissen. Ein Hund, der die Führung übernimmt, wird unsicher, weil er keine natürliche Aufgabe hat. Das führt zu Aggression oder Angst.» Er hat eine Petition gestartet, die schon 15'000 Unterschriften gesammelt hat. Ziel: ein Verbot dieser Trainingsmethode in der Schweiz. Die Petition wird im Dezember 2026 dem Bundesrat übergeben. Die Gegenseite kontert mit einer eigenen Kampagne: «Hunde haben Rechte! Sie sind keine Sklaven!» – das sagt die «Dog my dog»-Bewegung. Die Diskussion ist emotional. In Online-Foren wird mit harten Bandagen gekämpft. «Du behandelst deinen Hund wie einen Diktator», schreibt ein User. «Du machst deinen Hund zum Tyrannen», antwortet ein anderer. Die Schweiz debattiert, wie man es liebt – sachlich, aber mit Leidenschaft.

Wirtschaftliche Auswirkungen: «Dog my dog» als Geschäftsmodell

Die Schweiz ist bekannt für ihre Innovationskraft. Und «dog my dog» hat eine ganze Branche entstehen lassen. Start-ups bieten spezielle B Hs, die den Hund in die Rolle des Chefs bringen. Ein Unternehmen aus Zug verkauft «Dog my dog»-Geschirre, die den Schriftzug «Ich bin der Boss» tragen. Der Preis: 89 Franken. Die Nachfrage ist riesig. Ein anderer Jungunternehmer aus dem Tessin hat eine App programmiert: «Dog my dog – Entscheidungshelfer». Die App zeigt dem Besitzer an, ob der Hund heute lieber einen Spaziergang im Wald oder am See machen möchte – basierend auf einer Analyse der Pfotenfeuchtigkeit und der Rute-Haltung. Die App kostet 4,99 Franken pro Monat. Bisher 200'000 Downloads. Die Schweizer Tourismusverbände vermarkten «Dog my dog»-Ferien, bei denen der Hund das Hotelzimmer aussucht. Die Preise sind hoch, aber die Buchungen laufen gut. Der Trend hat das Potenzial, die Schweizer Hundewirtschaft um 30 Prozent zu vergrössern, schätzt eine Studie der Hochschule Luzern. Kritiker warnen vor einer Kommerzialisierung der Tierliebe. Die Befürworter sagen: «Hauptsache, der Hund hat Spass.»

Was kommt nach «dog my dog»? Prognosen für 2027

Trends in der Schweiz haben eine kurze Halbwertszeit. Aber viele Experten glauben, dass «dog my dog» bleiben wird – zumindest in einer abgeschwächten Form. «Es wird als eine Art Hunde-Yoga weiterleben», sagt Trendforscherin Dr. Sandra Meier. «Die Extreme werden sich legen, aber die Grundidee – den Hund mehr respektieren – wird bleiben.» Schon jetzt gibt es eine Gegenbewegung: «Cat my cat» – für Katzenbesitzer. Die Katzen sollen die Menschen jagen, statt umgekehrt. In Lausanne gibt es bereits eine Cat-my-cat-Gruppe. Ob der Trend anhält, hängt von der Forschung ab. Die Universität Zürich plant eine Langzeitstudie mit 500 Hunden. Die Ergebnisse werden 2028 erwartet. Bis dahin kann die Schweiz weiter debattieren, ob man seinen Hund wirklich «dog my dog» sollte. Eines ist sicher: Die Diskussion hat die Beziehung zwischen Mensch und Tier in der Schweiz für immer verändert. Und der nächste Trend wartet schon an der Leine.

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